Duotage Festival

Sa, 24. Februar 2018

23:59

Duotage Festival

Konzerte. Mit Deux Boules Vanille
Industriestr. 9
6002 Luzern
Industriestr. 9
6002 Luzern

SAMSTAG, 24.02.2018
20.30: Schwalbe & Elefant [CH]
Wortmusik, die märchenhaft anmutet, weil unbeschwert und dennoch geprägt ist von der Tiefe existenzieller Fragen. «Schwalbe & Elefant» bewegen sich an den Schnittpunkten von frei improvisierter Musik, schlichten Songformen und schweizerdeutscher Poesie. Die Harfenistin Linda Vogel dehnt dafür das Klangspektrum ihrer elektro-akustischen Harfe aus und erzeugt mit Effektgeräten sowie erweiterten Spieltechniken neuartige Klänge. Die Sängerin Dalia Donadio bedient sich derweil einer breiten Palette an Tönen; durch physisch erzeugte Sounds, elektronische Effekte und Soundloops geformt.
21.30: David Koch & Urs Müller [CH]
Mit David Koch (Vsitor, The Great Harry Hillman) und Urs Müller (KALI) haben zwei leidenschaftliche Klangforscher zusammengefunden. Zwei, die es mögen, zwischen diversen Stilrichtungen zu pendeln, Genregrenzen aufzulösen, um diese neu zu verorten. Und genau da setzt der Sound des Duos an: Ob er in space-ig, clubbige Sphären driftet, sich in eine trashige Rock-Garage-Richtung bewegt oder beides, bleibt bisweilen offen. Selbstgebaute Effektgeräte dürften da wohl genauso mit von der Partie sein wie Gitarre(n) und Gesang. Die beiden Musiker stehen für die Duo-Tage zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne und öffnen eine Wundertüte voll mit wuchtigem Ohrengold. Eintauchen in Rausch, der da beginnt, wo die Weisheit weniger gilt als die Ahnung, der Verstand weniger als die Empfindung...
22.30: Zardt [CH]
Welten zerbersten, Atome zerreissen und wir leben vor uns hin, begreifen kaum, wie uns geschieht. Also müssen wir neue Strukturen schaffen, um den Lauf der Dinge aufzuhalten: Geschichten, Utopien, kleine Welten. Die Multiinstrumentalisten Adrian Stämpfli (aka. Schmid) und Mario Hänni – bauen aus freigesetzten Sounds und Melodie-Fragmenten komplex verschachtelte Songs, die nichts weniger versuchen, als die Welt im Innersten zusammenzuhalten. Sie bescheren uns mit ausgetüfteltem Indie-Pop einen Moment der Orientierung im Chaos namens Leben.
24.00: Deux Boules Vanille [F] (Industrie 9)
Zum Dessert: Loup Gangloff und Frederic Mancini. Das Duo aus Frankreich lässt aus ihren selber gebauten und bemalten Drums dynamische Sets entstehen, versetzt mit analogen Synthesizern – einfach, effektiv und ohne sich irgendetwas vorzumachen. Auch wir wollen uns gar nicht allzu lange damit beschäftigen, «Deux Boules Vanille» in ein Genre-Gefäss zu pressen. Die Einflüsse und Inspirationen der beiden Musiker sind genauso breitgefächert wie ihr Sound: Techno, Dub, Improvisation, Grindcore – ein Gericht aus verrückten, einnehmenden und tanzbaren Tönen, die genauso gut in tiefen Kellern wie auch in Supermärkten zum grossen Fest werden. Ein Dessert also, das ganz ohne Zucker auskommt und den Körper trotzdem in die Ekstase von gefühlt tausend verschluckten Traubenzuckern versetzt. Bon Appétit!