frölicher I bietenhader & Duri Collenberg

Sa, 02. Februar 2019

frölicher I bietenhader & Duri Collenberg

19:00
Vernissage
Sälistr. 24
6005 Luzern
Sälistr. 24
6005 Luzern
FR 16-19 Uhr, SA 14-17 Uhr

Was passiert, wenn das vermeintlich sicher geglaubte digitale Bild oder Video sich aufzulösen beginnt? Wenn Fehlerquellen und Zerfallserscheinungen Überhand nehmen? Wenn sich die Codierungen verändern, zersetzen und sich so neue Pixelformationen bilden?

Für frölicher I bietenhader sind ebensolche unerwünschten Momente erwünschtes Ausgangsmaterial. Die beiden Kunstschaffenden falten Bilder auf, stülpen sie um, zerstückeln sie und setzen sie neu zusammen. Im Ausstellungsraum werden Bildstörungen zu Bausteinen für neue komplexe Schein-Architekturen. „Prekäre Stellen“  ist ein Spiel mit kurzfristig stabilen Zuständen, mit der Fragilität digitaler Medien. Lichtprojektionen werden auf die in den Raum gebauten Strukturen geworfen und Pixel ins Analoge rückgeführt. Einer ähnlichen
Strategie folgend kreiert der Komponist Duri Collenberg eine raumspezifische Klanglandschaft. Die Geräuschästhetik fehlerhafter Audio-Elemente ist dabei Ausgangspunkt einer Komposition, welche die Installation von frölicher I bietenhader akustisch erweitert.
 
Das Künstlerduo frölicher I bietenhader - Selina Frölicher (*1985 Zürich) & Micha Bietenhader (*1985 Zug) - lernten sich noch während des Studiums in Luzern kennen und arbeiten nun seit über zehn Jahren zusammen. Ihre meist ortsspezifischen Installationen, Videoprojektionen, fotografischen Arbeiten oder visuell wie auditiv erfahrbaren Rauminszenierungen kombinieren digitale Bildräume und analoge Begebenheiten. Für die Ausstellung im PTTH:// spannen die beiden erneut mit dem Pianisten und Komponisten Duri Collenberg (*1985 Chur) zusammen.
Die Arbeiten von frölicher I bietenhader wurden bisher u.a. in Einzelausstellungen im Centre PasquArt Biel, im Kunstmuseum Solothurn, im Kunstraum Aarau, im Kunstraum Kreuzlingen, im K25 Luzern, in der Galerie Luciano Fasciati in Chur, im Wasserreservoir Zürich oder im SILO Zürich sowie in zahlreichen Gruppenausstellungen gezeigt. 2017 wurden sie mit dem Werkbeitrag des Kantons Zürich ausgezeichnet.